Die Oberflächenqualität von Fahrzeugkomponenten beeinflusst nicht nur das Erscheinungsbild. Abweichungen an Dichtflächen, Funktionsflächen oder mechanisch beanspruchten Bauteilen können auch die Weiterverarbeitung, Funktion und Lebensdauer eines Bauteils beeinträchtigen.
OCTUM entwickelt kundenspezifische Bildverarbeitungssysteme für die automatisierte Oberflächenprüfung in der Automobil- und Zulieferindustrie. Die Systeme erkennen und bewerten optisch erfassbare Oberflächenfehler direkt im Produktionsprozess – von Kratzern und Dellen bis zu Poren, Lunkern oder Bearbeitungsfehlern.
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Bei der automatisierten Oberflächenprüfung erfassen Kameras oder 3D-Sensoren die relevanten Bereiche eines Bauteils. Eine Bildverarbeitungssoftware wertet die aufgenommenen Oberflächenmerkmale anhand definierter Prüfkriterien aus.
Dadurch können Abweichungen objektiv und wiederholbar erkannt, klassifiziert und lokalisiert werden. Das Prüfergebnis lässt sich an die Maschinensteuerung oder ein übergeordnetes Produktionssystem übergeben. Abhängig vom Anlagenkonzept können fehlerhafte Teile ausgeschleust, zur Nacharbeit weitergeleitet oder für nachfolgende Prozessschritte gesperrt werden.
Welche Fehler zuverlässig erkannt werden können, hängt unter anderem von Material, Oberflächenstruktur, Bauteilgeometrie, Fehlerausprägung und optischer Zugänglichkeit ab.
Linienförmige Beschädigungen und Bearbeitungsspuren können auf Sichtflächen oder funktionalen Bauteilbereichen erkannt und anhand definierter Kriterien bewertet werden.
3D-Verfahren können lokale Höhenabweichungen wie Dellen, Beulen, Vertiefungen oder unerwünschte Erhebungen erfassen.
Auf Guss- und Metallteilen können optisch sichtbare Poren, Lunker, Ausbrüche oder weitere Unregelmäßigkeiten der Materialoberfläche erkannt werden.
Die Prüfung kann feststellen, ob sich an Kanten, Bohrungen oder bearbeiteten Flächen unerwünschte Grate, Materialreste oder Überstände befinden.
Abhängig von Größe, Kontrast und Lage lassen sich Schweißspritzer, Anhaftungen, Verschmutzungen oder weitere prozessbedingte Rückstände erkennen.
Bei geeigneten Aufnahmebedingungen können Unterschiede in Farbe, Textur, Glanzgrad oder Beschichtung kontrolliert werden.
OCTUM entwickelt Prüflösungen für unterschiedliche Automotive-Komponenten und Oberflächentypen:
Der konkrete Prüfumfang wird anhand der relevanten Qualitätsmerkmale, der definierten Fehlergrenzen und der Einbausituation festgelegt.
Die 3D-Bildverarbeitung erfasst die Oberflächengeometrie des Kolbens und vermisst definierte Volumen- und Formmerkmale berührungslos.
Das Prüfsystem kontrolliert relevante Oberflächenbereiche des Turboladers auf optisch erfassbare Beschädigungen, Materialfehler und geometrische Abweichungen.
Die Bildverarbeitung untersucht die Oberfläche der Kolbenringe auf Kratzer, Ausbrüche und weitere sichtbare Materialabweichungen.
Die optische Prüfung erkennt Kratzer, Poren, Materialreste und Bearbeitungsfehler, welche die Funktion der Dichtfläche beeinträchtigen können.
Bei der Endkontrolle werden Schaufeln, Konturen und Oberflächen des Verdichterrades auf sichtbare Beschädigungen und geometrische Abweichungen geprüft.
Bei der 2D-Prüfung werden Helligkeits-, Farb-, Kontrast- oder Strukturunterschiede ausgewertet. Das Verfahren eignet sich beispielsweise für sichtbare Kratzer, Flecken, Verunreinigungen, Beschichtungsfehler oder Farbabweichungen.
3D-Verfahren erfassen zusätzlich Höheninformationen. Dadurch können geometrische Abweichungen wie Dellen, Erhebungen, Vertiefungen, Grate oder Volumenunterschiede unabhängig vom reinen Farbkontrast bewertet werden.
Bei komplexen Anwendungen können 2D- und 3D-Daten kombiniert werden. So lassen sich sowohl das Erscheinungsbild als auch die geometrische Ausprägung einer Oberflächenabweichung berücksichtigen.
Welche Kameras, Optiken, Beleuchtungen oder 3D-Sensoren eingesetzt werden, richtet sich nach der konkreten Prüfaufgabe.
Das Bauteil wird in einer definierten Position oder während seiner Bewegung aufgenommen. Je nach Geometrie können mehrere Kameras, Ansichten oder Prüfstationen erforderlich sein.
Die Beleuchtung wird auf Material, Form und Fehlerart abgestimmt. Gerade bei glänzenden, dunklen, strukturierten oder gekrümmten Oberflächen ist das Beleuchtungskonzept entscheidend dafür, ob relevante Abweichungen sichtbar werden.
Die Bildverarbeitungssoftware analysiert die aufgenommenen 2D- oder 3D-Daten. Erkannte Abweichungen können nach Position, Größe, Form oder Ausprägung bewertet werden.
Das Ergebnis wird als Gut-/Schlecht-Entscheidung oder als differenzierte Fehlerbewertung an die Maschinensteuerung übermittelt. Je nach Systemkonzept können Bilder, Messwerte und Prüfergebnisse zusätzlich dokumentiert werden.
OCTUM realisiert unter anderem Lösungen für folgende Prüfaufgaben:
Ob eine bestimmte Fehlerart optisch geprüft werden kann, sollte anhand von Originalteilen und repräsentativen Fehlermustern bewertet werden.
Werden Oberflächenfehler erst bei der Endkontrolle oder nach weiteren Bearbeitungs- und Montageschritten entdeckt, sind häufig bereits zusätzliche Kosten entstanden.
Durch eine Inline-Oberflächenprüfung können Abweichungen unmittelbar nach dem verursachenden Fertigungsschritt erkannt werden. So lassen sich betroffene Bauteile gezielt ausschleusen oder nachbearbeiten. Gleichzeitig können die Prüfergebnisse Hinweise auf Veränderungen im vorgelagerten Produktionsprozess liefern.
Die automatisierte Oberflächeninspektion unterstützt:
OCTUM stimmt das Prüfsystem auf die jeweilige Produktionsumgebung ab. Berücksichtigt werden unter anderem Taktzeit, Bauraum, Teilehandling, Oberflächenbeschaffenheit, Verschmutzungseinflüsse und vorhandene Schnittstellen.
Je nach Anwendung sind unterschiedliche Systemkonzepte möglich:
Die Entwicklung einer Oberflächenprüfung beginnt mit der Definition der relevanten Fehlermerkmale und zulässigen Toleranzen. Idealerweise stehen dafür Gutteile sowie repräsentative Fehlerteile mit unterschiedlichen Fehlerausprägungen zur Verfügung.
Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie kann OCTUM untersuchen, welche Merkmale unter reproduzierbaren Bedingungen optisch erfassbar sind. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Auswahl von Kameras, Sensoren, Optiken, Beleuchtung und Auswerteverfahren.
OCTUM begleitet das Projekt von der Konzeption und Umsetzung über die Integration und Inbetriebnahme bis zum Support während des laufenden Betriebs.
Je nach Anwendung können unter anderem Kratzer, Riefen, Dellen, Poren, Lunker, Grate, Materialausbrüche, Beschichtungsfehler und Verunreinigungen erkannt werden. Voraussetzung ist, dass sich das jeweilige Merkmal mit einem geeigneten optischen Verfahren erfassen lässt.
Eine 2D-Prüfung bewertet vor allem Helligkeits-, Farb-, Kontrast- und Strukturmerkmale. Eine 3D-Prüfung erfasst zusätzlich Höheninformationen und eignet sich deshalb für geometrische Abweichungen wie Dellen, Erhebungen oder Vertiefungen.
Grundsätzlich können auch glänzende, dunkle oder strukturierte Oberflächen geprüft werden. Ob die relevanten Fehler reproduzierbar sichtbar gemacht werden können, hängt insbesondere von Material, Geometrie, Beleuchtung und Fehlerausprägung ab.
Alle Bauteile, die eine entsprechend ausgelegte Prüfstation durchlaufen, können automatisiert kontrolliert werden. Welche Oberflächenbereiche und Fehlermerkmale dabei erfasst werden, hängt von der Zugänglichkeit, den definierten Prüfgrenzen und dem Anlagenkonzept ab.
Eine Nachrüstung ist grundsätzlich möglich. Dafür müssen unter anderem der verfügbare Bauraum, die Bauteilpositionierung, die Taktzeit, die optische Zugänglichkeit und die vorhandenen Maschinenschnittstellen geprüft werden.
Die Oberflächenprüfung sucht nach lokalen Fehlern oder Abweichungen auf einer Bauteiloberfläche. Bei der optischen Vermessung werden dagegen definierte geometrische Maße, Abstände, Konturen oder Positionen bestimmt. Beide Prüfaufgaben können innerhalb eines Systemkonzepts kombiniert werden.
Oberflächen, Fehlerbilder und Produktionsbedingungen unterscheiden sich von Anwendung zu Anwendung. Gemeinsam mit Ihnen bewerten wir, wie sich die relevanten Qualitätsmerkmale optisch erfassen und in Ihren Produktionsprozess integrieren lassen.
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