Tuben müssen während des gesamten Verpackungsprozesses zuverlässig verarbeitet, befüllt, verschlossen und gekennzeichnet werden. Verformte Tubenöffnungen, sichtbare Verunreinigungen, fehlerhafte Verschlüsse oder falsche Kennzeichnungen können zu Maschinenstörungen, Ausschuss und Reklamationen führen.
tube.inspect ist ein modulares Inspektionssystem für die automatisierte Qualitätsprüfung von Metall-, Laminat- und Kunststofftuben. Die industrielle Bildverarbeitung kontrolliert Tuben vor und nach dem Befüllen auf geometrische Abweichungen, sichtbare Partikel, Verschluss- und Beschnittfehler sowie fehlerhafte Druckbilder, Texte und Codes.
Mehrere Prüfstationen lassen sich innerhalb einer Tubenfüll- und Verschließmaschine miteinander verbinden und über eine gemeinsame Software bedienen. Fehlerhafte Tuben werden direkt im Produktionsprozess erkannt und können gezielt ausgeschleust werden.
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Die relevanten Qualitätsmerkmale einer Tube verändern sich während des Produktionsprozesses.
Vor dem Befüllen stehen insbesondere die Tubenöffnung, die Geometrie und die Sauberkeit der einsehbaren Innenflächen im Mittelpunkt. Nach dem Befüllen werden unter anderem Falz, Naht, Beschnitt, Druckbild, variable Texte und Codes kontrolliert.
tube.inspect verbindet diese Prüfaufgaben zu einem abgestimmten Gesamtsystem. Die einzelnen Prüfmodule werden passend zu Produkt, Tubenmaterial, Maschinenaufbau und Maschinengeschwindigkeit ausgelegt.
tube.inspect kann für die Prüfung unterschiedlicher Tubenarten eingesetzt werden.
Dazu gehören unter anderem:
Die konkrete Prüfbarkeit hängt unter anderem von Tubengeometrie, Material, Oberfläche, Fehlerkontrast, Produktführung und Maschinengeschwindigkeit ab.
Kamera, Optik und Beleuchtung werden deshalb projektspezifisch auf die jeweilige Tube und die relevanten Fehlermerkmale abgestimmt.
Vor dem Befüllen kann tube.inspect offene Leertuben auf geometrische Abweichungen und optisch erkennbare Verunreinigungen prüfen.
Dadurch werden fehlerhafte Tuben möglichst früh erkannt, bevor sie den Füllprozess beeinträchtigen oder mit dem Produkt in Kontakt kommen.
Eine verformte oder beschädigte Tubenöffnung kann zu Problemen beim Positionieren, Befüllen oder Weitertransport der Tube führen.
tube.inspect erfasst die Kontur der offenen Tube und bewertet definierte geometrische Merkmale.
Abhängig von der Anwendung können unter anderem folgende Eigenschaften geprüft werden:
Tuben, deren Geometrie außerhalb der festgelegten Toleranzen liegt, können vor dem Befüllen aus dem Prozess ausgeschleust werden.
Die erreichbare Mess- und Fehlererkennungsgenauigkeit wird projektspezifisch anhand von Tubenformat, Sichtfeld, Beleuchtung, Optik und Maschinengeschwindigkeit festgelegt.
*Kleinere nachweisbare Fehlergrößen sind abhängig von Produkt, Prüfmerkmal und Anlagenkonzept gegebenenfalls realisierbar.
Vor dem Befüllen können definierte Bereiche der Tubeninnenfläche auf optisch erkennbare Fremdpartikel und Verunreinigungen geprüft werden.
Das Bildverarbeitungssystem erfasst die einsehbaren Innenflächen der offenen Tube und sucht nach Merkmalen, die sich hinsichtlich Farbe, Helligkeit, Form oder Struktur vom vorgesehenen Tubenmaterial unterscheiden.
Abhängig von der Anwendung können beispielsweise erkannt werden:
Die Nachweisbarkeit hängt unter anderem von Partikelgröße, Farbe, Kontrast, Tubengeometrie, Materialoberfläche und Sichtbarkeit des betreffenden Bereichs ab.
Die optische Inspektion bewertet ausschließlich visuell erkennbare Merkmale. Sie ersetzt keine chemische, mikrobiologische oder physikalische Analyse.
*Kleinere nachweisbare Fehlergrößen sind abhängig von Produkt, Prüfmerkmal und Anlagenkonzept gegebenenfalls realisierbar.
Nach dem Befüllen kontrolliert tube.inspect qualitätsrelevante Merkmale des Tubenverschlusses sowie die korrekte Kennzeichnung der Tube.
Die Prüfung erfolgt unmittelbar im Produktionsprozess und kann mit der Maschinensteuerung sowie der Ausschleusung verbunden werden.
Je nach Tubenmaterial und Verschlussverfahren werden Tuben gefalzt, geschweißt oder versiegelt und anschließend beschnitten.
tube.inspect kontrolliert die optisch sichtbaren Merkmale des Verschlussbereichs.
Mögliche Prüfmerkmale sind:
Die Prüfung bewertet die sichtbare Ausführung des Verschlusses. Eine physikalische Dichtheits- oder Leckprüfung ist eine separate Prüfaufgabe und muss bei Bedarf durch ein zusätzliches Verfahren realisiert werden.
*Kleinere nachweisbare Fehlergrößen sind abhängig von Produkt, Prüfmerkmal und Anlagenkonzept gegebenenfalls realisierbar.
Bedruckte Tuben müssen nicht nur das richtige Design tragen. Auch Druckqualität, Varianten und sichtbare Beschädigungen müssen zuverlässig kontrolliert werden.
tube.inspect vergleicht das Druckbild mit definierten Referenzmerkmalen und erkennt Abweichungen innerhalb der festgelegten Prüfbereiche.
Mögliche Fehlermerkmale sind:
Die Prüfung kann an unterschiedliche Tubenfarben, Druckverfahren und Oberflächen angepasst werden.
Mit Optical Character Recognition, kurz OCR, werden variable Texte auf der Tube gelesen und als digitaler Wert ausgegeben.
Typische Inhalte sind:
Die gelesenen Informationen können anschließend mit Rezept-, Auftrags- oder Produktionsdaten verglichen werden.
Mit Optical Character Verification, kurz OCV, prüft tube.inspect, ob ein vorgegebener Solltext vollständig und korrekt aufgebracht wurde.
Dabei kann beispielsweise kontrolliert werden:
OCV eignet sich insbesondere für Anwendungen, bei denen der erwartete Text bereits vor der Prüfung bekannt ist.
In vielen Fällen sind 1D- oder 2D-Codes auf befüllten, verschlossenen Tuben aufgebracht, über die eine eindeutige Identifizierung von Daten wie beispielsweise Inhalt oder Herstellungsdatum möglich ist. Für eine sichere Prüfung oder Verifizierung derartiger Codes bietet tube.inspect alle erforderlichen Optionen und schafft damit die Voraussetzung für das Erkennen und Ausschleusen von Tuben mit fehlerhaften Codes. tube.inspect kann unterschiedliche maschinenlesbare Codes auf Tuben lesen und verifizieren.
Je nach Anwendung können unter anderem geprüft werden:
Die Codeprüfung kann mehrere Aufgaben umfassen.
Code dekodieren
Das System prüft, ob der Code zuverlässig gelesen und technisch dekodiert werden kann.
Codeinhalt verifizieren
Die enthaltenen Daten werden mit den erwarteten Produktions-, Chargen- oder Auftragsinformationen verglichen.
Datenstruktur kontrollieren
Bei strukturierten Codes kann geprüft werden, ob die vorgesehenen Datenfelder vorhanden und korrekt aufgebaut sind.
Klarschrift und Code vergleichen
Gelesene Texte können mit dem dekodierten Codeinhalt abgeglichen werden.
Druckqualität bewerten
Sofern es die Anwendung und Systemauslegung erfordern, kann zusätzlich eine Bewertung definierter Qualitätsmerkmale des gedruckten Codes erfolgen. Eine normbezogene Codeverifikation oder ein Codegrading wird projektspezifisch festgelegt und technisch qualifiziert.
In Produktionslinien mit unterschiedlichen Tubenformaten, Produkten und Designs muss sichergestellt sein, dass die richtige Tube mit dem vorgesehenen Inhalt und der korrekten Kennzeichnung verarbeitet wird.
tube.inspect kann Produktmerkmale, Druckbilder, Texte und Codes mit hinterlegten Sollwerten oder Daten aus übergeordneten Systemen vergleichen.
Dadurch lässt sich beispielsweise kontrollieren:
Damit unterstützt tube.inspect die sichere Zuordnung von Produkt, Verpackung und Kennzeichnung.
Ein zuverlässiges Tubenprüfsystem muss exakt auf die Maschine, den Produkttransport und die verfügbaren Prüfpositionen abgestimmt sein.
OCTUM integriert tube.inspect sowohl in neue Tubenfüll- und Verschließmaschinen als auch in bestehende Produktionsanlagen.
Die offene Tube kann unmittelbar vor dem Füllprozess auf Geometrie und sichtbare Verunreinigungen geprüft werden.
Nach dem Befüllen kontrolliert das System Falz, Naht, Beschnitt, Druckbild, Texte und Codes.
Bildaufnahme und Auswertung werden mit Produkttransport, Rundtisch, Taktung oder weiteren Maschinenbewegungen synchronisiert.
Das Prüfergebnis wird an die SPS beziehungsweise Maschinensteuerung übergeben. Dadurch können Gut- und Schlechtprodukte eindeutig weiterverarbeitet werden.
Fehlerhafte Tuben können über ein abgestimmtes Ausschleusekonzept gezielt aus dem Produktionsprozess entfernt werden.
Abhängig vom Anlagenkonzept kann zusätzlich überprüft werden, ob eine als fehlerhaft bewertete Tube tatsächlich ausgeschleust wurde.
Auch bestehende Tubenfüllmaschinen können abhängig von Bauraum, Produktführung, Schnittstellen und Prozessablauf mit zusätzlichen Prüfstationen ausgestattet werden.
tube.inspect kann mehrere Kameras und Prüfmodule innerhalb einer Anlage zu einem gemeinsamen Inspektionssystem verbinden.
Die zentrale Bedienung erleichtert den Betrieb der gesamten Lösung und reduziert den Aufwand bei Produkt- und Formatwechseln.
Abhängig von der eingesetzten OCTUM-Software können unter anderem folgende Funktionen bereitgestellt werden:
Tuben werden in zahlreichen Branchen als Primärverpackung eingesetzt. Die Anforderungen an Material, Kennzeichnung und Verschluss unterscheiden sich dabei je nach Produkt und Produktionsumgebung.
Die konkrete Ausführung des Prüfsystems richtet sich nach den Anforderungen des jeweiligen Produkts, Tubenmaterials und Maschinenprozesses.
In regulierten Anwendungen müssen nicht nur Tuben und Kennzeichnungen zuverlässig geprüft werden. Auch Benutzerzugriffe, Änderungen an Prüfprogrammen und relevante Prüfergebnisse müssen nachvollziehbar verwaltet werden.
tube.inspect kann abhängig von den jeweiligen Projektanforderungen mit Funktionen ausgestattet werden, die den Einsatz in regulierten Produktionsumgebungen unterstützen.
Dazu gehören unter anderem:
Damit kann tube.inspect zur Umsetzung kundenspezifischer Anforderungen im Umfeld von EU-GMP Annex 11 und 21 CFR Part 11 beitragen.
Die konkrete Systemausführung richtet sich nach dem vorgesehenen Einsatz, dem Validierungskonzept und den betrieblichen Prozessen des Anwenders.
Fehler frühzeitig erkennen
Verformte Tubenöffnungen und sichtbare Verunreinigungen werden vor dem Befüllen erkannt, bevor sie weitere Prozessschritte beeinträchtigen.
Maschinenstörungen reduzieren
Fehlerhafte Tubengeometrien können ausgeschleust werden, bevor sie Probleme beim Positionieren oder Befüllen verursachen.
Verschlussqualität inline kontrollieren
Falz, Naht und Beschnitt werden unmittelbar nach dem Verschließen auf definierte optische Merkmale geprüft.
Kennzeichnungsfehler vermeiden
Druckbilder, variable Texte und Codes werden mit den aktuellen Vorgaben abgeglichen.
Sichere Produktzuordnung
Tubenvariante, Druckbild, Text, Code und Produktionsauftrag können miteinander verglichen werden.
Weniger manuelle Kontrollen
Die automatisierte 100%-Prüfung reduziert den Aufwand für visuelle Stichproben und entlastet das Bedienpersonal.
Mehrere Prüfstationen zentral verwalten
Prüfmodule vor und nach dem Befüllen können über eine gemeinsame Oberfläche bedient werden.
Nachvollziehbare Prüfergebnisse
Prüfdaten, Fehlerbilder und relevante Ereignisse können abhängig von der Systemauslegung gespeichert und ausgewertet werden.
Modular erweiterbar
Zusätzliche Kameras, Prüfstationen oder Prüfmerkmale lassen sich bei entsprechender Systemauslegung ergänzen.
Integration statt Insellösung
OCTUM verbindet Kameratechnik, Beleuchtung, Software, Maschinensteuerung, Ausschleusung und Datenaustausch zu einem abgestimmten Gesamtsystem.
1. Prüfanforderungen definieren
Gemeinsam werden Tubenmaterialien, Formate, relevante Fehlermerkmale, Maschinengeschwindigkeiten und Schnittstellen festgelegt.
2. Muster untersuchen
Gutteile, typische Schlechtteile und Grenzmuster werden unter realistischen Bedingungen geprüft.
3. Machbarkeit bewerten
OCTUM untersucht, welche Merkmale optisch zuverlässig erkennbar sind und welche Kamera-, Optik- und Beleuchtungstechnik erforderlich ist.
4. Systemkonzept entwickeln
Die Prüfstationen vor und nach dem Befüllen sowie die mechanische, elektrische und steuerungstechnische Integration werden festgelegt.
5. Prüfsystem realisieren
Das System wird aufgebaut, programmiert, getestet und mit der Tubenfüllmaschine verbunden.
6. Installation und Inbetriebnahme
OCTUM installiert das Prüfsystem vor Ort, nimmt es gemeinsam mit der Maschine in Betrieb und unterstützt bei der Übergabe an die Produktion.
7. Service und Erweiterung
Nach der Inbetriebnahme unterstützt OCTUM bei Wartung, Support, Ersatzteilen, Formatänderungen und zusätzlichen Prüfaufgaben.
Das System eignet sich für unterschiedliche Metall-, Laminat- und Kunststofftuben. Die konkrete Prüfbarkeit hängt von Tubenformat, Material, Oberfläche, Produktführung und Maschinengeschwindigkeit ab.
Das System ist für Tubendurchmesser von etwa 10 bis 60 mm ausgelegt. Abweichende Formate müssen projektspezifisch geprüft werden.
Abhängig von Format, Prüfaufgabe und Anlagenkonzept sind Prüfgeschwindigkeiten bis zu 500 Tuben pro Minute möglich.
Vor dem Befüllen können unter anderem die Tubenöffnung, die Geometrie sowie optisch erkennbare Partikel und Verunreinigungen kontrolliert werden.
Nach dem Befüllen können Falz, Naht, Beschnitt, Druckbild, variable Texte sowie 1D- und 2D-Codes geprüft werden.
tube.inspect bewertet optisch sichtbare Merkmale des Verschlusses. Eine physikalische Dichtheits- oder Leckprüfung ist eine separate Prüfaufgabe und erfordert bei Bedarf ein zusätzliches Prüfverfahren.
Die Nachweisbarkeit hängt von Partikelgröße, Farbe, Kontrast, Tubengeometrie, Oberfläche und Prüfposition ab. Die konkreten Nachweisgrenzen werden projektspezifisch bestimmt.
Ja. Variable Texte können mit OCR gelesen oder mit OCV gegen definierte Sollwerte verifiziert werden.
Abhängig von der Anwendung können verschiedene 1D- und 2D-Codes geprüft werden. Dazu gehören beispielsweise Code 128, GS1-128, EAN, Data Matrix, GS1 DataMatrix und QR-Codes.
Ja. OCTUM integriert tube.inspect sowohl in neue Maschinen als auch in bestehende Produktionsanlagen. Dafür werden Bauraum, Produktführung, Maschinenschnittstellen und Ausschleusekonzept technisch bewertet.
Ja. Mehrere Kameras und Prüfmodule können abhängig von der Systemauslegung über eine zentrale Software bedient und verwaltet werden.
Das System kann mit Funktionen wie Benutzer- und Rechteverwaltung, Audit Trail, Rezeptverwaltung und Speicherung relevanter Prüf- und Ereignisdaten ausgestattet werden. Die konkrete Konfiguration richtet sich nach den regulatorischen und betrieblichen Anforderungen des Anwenders.
Sie möchten Tubenöffnungen, Innenflächen, Verschlüsse, Druckbilder oder Codes automatisiert prüfen?
OCTUM analysiert Ihre Prüfaufgabe und entwickelt ein passendes Inspektionssystem für Ihre Tubenfüll- und Verschließmaschine.
Senden Sie uns Informationen zu Tubenmaterial, Format, relevanten Fehlermerkmalen, Maschinengeschwindigkeit und Einbausituation. Idealerweise stellen Sie zusätzlich Gutteile, typische Schlechtteile und Grenzmuster für erste Versuche zur Verfügung.