Etiketten enthalten wichtige Informationen zur Identifikation, Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von Produkten. Fehlende Etiketten, falsche Varianten, unleserliche Texte oder fehlerhafte Codes können zu Produktionsstörungen, Reklamationen und im schlimmsten Fall zu einer falschen Produktzuordnung führen.
label.inspect ist ein automatisiertes Inspektionssystem für die zuverlässige Prüfung von Etiketten und Kennzeichnungen. Die industrielle Bildverarbeitung kontrolliert unter anderem die Anwesenheit und Position des Etiketts, das Druckbild, variable Texte sowie 1D- und 2D-Codes.
Die Prüfung erfolgt direkt im Druck-, Etikettier- oder Verpackungsprozess. Fehlerhafte oder falsch gekennzeichnete Produkte können dadurch frühzeitig erkannt, sicher ausgeschleust und nachvollziehbar dokumentiert werden.
Sie haben Fragen?
Sprechen Sie direkt mit einem unserer
Experten unter +49 7062 91494-0
oder schreiben Sie uns über unser Kontaktformular
Die Anforderungen an eine Etikettenprüfung gehen weit über die reine Lesbarkeit hinaus. Neben dem Inhalt müssen auch die richtige Etikettenvariante, die Position auf dem Produkt, die Qualität des Druckbildes und die Übereinstimmung mit den aktuellen Produktionsdaten kontrolliert werden.
label.inspect verbindet diese Prüfaufgaben in einem modularen Bildverarbeitungssystem. Abhängig von der Anwendung können mehrere Kameras, Beleuchtungen und Prüfstationen eingesetzt und zentral über eine gemeinsame Bedienoberfläche verwaltet werden.
Das System lässt sich sowohl in neue Etikettier- und Verpackungsmaschinen integrieren als auch in bestehenden Produktionslinien nachrüsten.
label.inspect
label.inspect kontrolliert, ob das vorgesehene Etikett vollständig vorhanden ist. Fehlende, nur teilweise aufgebrachte oder im definierten Prüfbereich nicht erkennbare Etiketten werden zuverlässig identifiziert.
Das System vergleicht Layout, Farbe, Druckbild oder definierte Referenzmerkmale mit der vorgegebenen Variante. Dadurch lässt sich sicherstellen, dass das richtige Produkt mit dem vorgesehenen Etikett gekennzeichnet wurde.
Die Position des Etiketts wird relativ zu definierten Produkt- oder Verpackungsmerkmalen bewertet. Dabei können horizontale und vertikale Abweichungen, Drehungen oder Schräglagen erkannt werden.
Abhängig von Produktführung und Kameraperspektive lassen sich außerdem sichtbare Falten, überstehende Bereiche oder unvollständig aufgebrachte Etiketten kontrollieren.
Die Bildverarbeitung vergleicht das aufgebrachte Druckbild mit einer Referenz oder definierten Prüfmerkmalen. Dadurch können unter anderem folgende Fehler erkannt werden:
Mit Optical Character Recognition, kurz OCR, werden variable Texte gelesen und als digitaler Wert ausgegeben.
Typische Inhalte sind:
Die gelesenen Informationen können anschließend mit vorgegebenen Rezept-, Auftrags- oder Produktionsdaten verglichen werden.
Mit Optical Character Verification, kurz OCV, prüft label.inspect, ob ein erwarteter Text vollständig und korrekt aufgebracht wurde.
Im Unterschied zur freien Texterkennung wird dabei ein bekannter Solltext mit dem tatsächlichen Druckbild verglichen. So lässt sich beispielsweise kontrollieren, ob eine Chargennummer, Produktbezeichnung oder Datumsangabe dem vorgesehenen Inhalt entspricht.
label.inspect liest und verifiziert unterschiedliche maschinenlesbare Schriftarten und Codes. Je nach Anwendung können unter anderem folgende Codetypen geprüft werden:
Die konkrete Auswahl der Codetypen und Prüfverfahren richtet sich nach den Anforderungen der jeweiligen Anwendung.
Optional kann label.inspect mit geeigneter Beleuchtungs- und Kameratechnik sichtbare Merkmale prüfen, die mit UV-aktiven Farben oder Tinten erzeugt wurden.
Damit lassen sich beispielsweise Kennzeichnungen, Sicherheitsmerkmale oder zusätzliche Druckinformationen kontrollieren, die unter normaler Beleuchtung nur eingeschränkt sichtbar sind.
Bei der Codeprüfung müssen unterschiedliche Aufgaben klar voneinander getrennt werden.
Code dekodieren
Zunächst wird geprüft, ob der Code zuverlässig gelesen und sein Inhalt technisch dekodiert werden kann.
Codeinhalt verifizieren
Anschließend wird bewertet, ob der gelesene Code die erwarteten Daten enthält. Dazu können Produktnummer, Chargennummer, Seriennummer, Datumsangaben oder weitere Informationen mit den aktuellen Auftrags- und Produktionsdaten abgeglichen werden.
Datenstruktur kontrollieren
Bei strukturierten Codes kann geprüft werden, ob die enthaltenen Daten dem vorgesehenen Aufbau entsprechen und die erwarteten Datenfelder vorhanden sind.
Druckqualität bewerten
Sofern es die Systemauslegung und Anwendung erfordern, kann zusätzlich die Druckqualität eines Codes anhand definierter Qualitätsmerkmale bewertet werden.
Die konkrete Ausführung einer normbezogenen Codeverifikation oder eines Codegradings wird projektspezifisch festgelegt und technisch qualifiziert.
Eine lesbare Kennzeichnung allein reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass Produkt, Etikett, Druckinhalt und Produktionsauftrag korrekt zusammenpassen.
label.inspect kann die erfassten Informationen mit hinterlegten Sollwerten oder Daten aus übergeordneten Systemen vergleichen. Dadurch lässt sich beispielsweise prüfen:
Auf diese Weise unterstützt label.inspect eine sichere Variantenkontrolle und reduziert das Risiko von Produkt- und Kennzeichnungsverwechslungen.
Ein zuverlässiges Etikettenprüfsystem muss exakt auf den Maschinenprozess abgestimmt sein. Produktführung, Kameraposition, Beleuchtung, Druckverfahren, Etikettiergeschwindigkeit und verfügbare Prüfzeit beeinflussen die technische Auslegung.
OCTUM entwickelt die Prüfstation passend zur jeweiligen Maschine und integriert alle benötigten Komponenten in den Produktionsprozess.
Variable Daten, Texte und Codes können unmittelbar nach ihrer Erzeugung auf Vollständigkeit, Lesbarkeit und korrekten Inhalt geprüft werden.
Nach dem Aufbringen des Etiketts kontrolliert das System unter anderem Anwesenheit, Variante, Position, Ausrichtung und Druckbild.
Die Bildaufnahme wird mit der Produktbewegung und der Maschinensteuerung synchronisiert. Abhängig von der Anwendung können Trigger, Encoder oder weitere Prozesssignale verwendet werden.
Das Prüfergebnis wird an die SPS oder Maschinensteuerung übergeben. Dadurch können Gut- und Schlechtprodukte eindeutig verarbeitet und fehlerhafte Einheiten gezielt ausgeschleust werden.
Prüfprogramme für unterschiedliche Produkte, Etiketten und Verpackungsvarianten lassen sich zentral verwalten. Bei einem Formatwechsel können die zugehörigen Prüfparameter gezielt aufgerufen werden.
Fehlerhafte Produkte können über ein abgestimmtes Ausschleuskonzept aus dem Prozess entfernt werden. Je nach Projekt kann zusätzlich kontrolliert werden, ob die Ausschleusung tatsächlich erfolgt ist.
Etiketten unterscheiden sich hinsichtlich Material, Oberfläche, Farbe, Größe, Druckverfahren und der Art ihrer Kennzeichnung. Deshalb wird das Bildaufnahmekonzept für jede Anwendung individuell ausgelegt.
label.inspect eignet sich für feste und variable Kennzeichnungen, die beispielsweise mit folgenden Verfahren erzeugt wurden:
Kamera, Optik und Beleuchtung werden auf den Untergrund, die Druckfarbe, den Kontrast und mögliche Reflexionen abgestimmt. Auch glänzende, farbige oder strukturierte Etiketten können mit einem geeigneten Beleuchtungskonzept zuverlässig erfasst werden.
label.inspect kann für die Prüfung von Etiketten auf unterschiedlichen Produkten, Behältern und Verpackungen eingesetzt werden.
In regulierten Anwendungen müssen nicht nur Kennzeichnungen zuverlässig geprüft werden. Auch Benutzerzugriffe, Änderungen an Prüfprogrammen und relevante Prüfergebnisse müssen nachvollziehbar verwaltet werden.
label.inspect kann abhängig von den jeweiligen Projektanforderungen mit Funktionen ausgestattet werden, die den Einsatz in regulierten Produktionsumgebungen unterstützen.
Dazu gehören unter anderem:
Damit kann label.inspect zur Umsetzung kundenspezifischer Anforderungen im Umfeld von EU-GMP Annex 11 und 21 CFR Part 11 beitragen.
Die konkrete Systemausführung richtet sich nach dem vorgesehenen Einsatz, dem Validierungskonzept und den betrieblichen Prozessen des Anwenders.
Jedes Etikett wird nach definierten Kriterien geprüft – unabhängig von Bediener, Schicht oder Produktionsdauer.
Produkt, Verpackung, Etikett und Druckinhalt können zuverlässig miteinander abgeglichen werden.
Fehlerhafte Kennzeichnungen werden direkt im Produktionsprozess erkannt, bevor Produkte weiterverarbeitet oder ausgeliefert werden.
Automatisierte Prüfungen reduzieren den Aufwand für visuelle Stichproben und entlasten das Bedienpersonal.
Fehlende Etiketten, falsche Varianten, unleserliche Texte oder fehlerhafte Codes können erkannt und ausgeschleust werden.
Produkte, Etikettenvarianten und Prüfprogramme lassen sich strukturiert verwalten und bei Bedarf aufrufen.
Prüfdaten, Fehlerbilder und relevante Ereignisse können abhängig von der Systemauslegung gespeichert und ausgewertet werden.
Zusätzliche Prüfmerkmale, Kameras oder Prüfstationen können bei entsprechender Systemauslegung ergänzt werden.
OCTUM verbindet Kamera, Beleuchtung, Software, Maschinensteuerung, Ausschleusung und Datenaustausch zu einem abgestimmten Gesamtsystem.
1. Prüfanforderungen definieren
Gemeinsam werden Etiketten, Druckinhalte, relevante Fehlermerkmale, Taktzeiten, Produktvarianten und Schnittstellen festgelegt.
2. Machbarkeit untersuchen
Anhand von Gutteilen, Schlechtteilen, Grenzmustern und realen Druckbildern bewertet OCTUM die technische Prüfbarkeit.
3. Bildverarbeitungskonzept entwickeln
Kamera, Optik, Beleuchtung und Software werden auf die Etiketten, Druckverfahren und Prozessbedingungen abgestimmt.
4. System integrieren
Die Prüfstation wird mechanisch, elektrisch und steuerungstechnisch in die Etikettier- oder Verpackungsmaschine eingebunden.
5. Prüfprogramme einrichten
Die relevanten Texte, Codes, Positionen, Toleranzen und Varianten werden in den Prüfprogrammen definiert.
6. Installation und Inbetriebnahme
OCTUM installiert das System vor Ort, nimmt es gemeinsam mit der Anlage in Betrieb und unterstützt bei der Übergabe an die Produktion.
Das System eignet sich für unterschiedliche Etikettenformate, Farben, Materialien und Druckverfahren. Die konkrete Prüfbarkeit hängt von Oberfläche, Kontrast, Fehlergröße, Produktführung und Maschinengeschwindigkeit ab.
Ja. Das System kann prüfen, ob ein Etikett vorhanden ist und ob Layout, Farbe oder definierte Referenzmerkmale der vorgesehenen Variante entsprechen.
Ja. Variable Texte können mit OCR gelesen oder mit OCV gegen einen erwarteten Solltext verifiziert werden. Die Ergebnisse lassen sich mit Rezept-, Auftrags- oder Produktionsdaten vergleichen.
Abhängig von der Anwendung können verschiedene 1D- und 2D-Codes geprüft werden. Dazu gehören beispielsweise Code 128, GS1-128, EAN, Data Matrix, GS1 DataMatrix und QR-Codes.
Eine zusätzliche Bewertung der Druckqualität ist abhängig von der Systemauslegung und dem vorgesehenen Prüfverfahren möglich. Anforderungen an ein normbezogenes Codegrading müssen projektspezifisch definiert und technisch qualifiziert werden.
Ja. Gelesene Texte und dekodierte Codeinhalte können miteinander sowie mit vorgegebenen Produktionsdaten abgeglichen werden.
label.inspect kann abhängig von Format, Prüfaufgabe und Anlagenkonzept bis zu 1.000 Etiketten pro Minute prüfen. Die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit wird für die konkrete Anwendung ausgelegt.
Ja. OCTUM integriert Etikettenprüfsysteme sowohl in neue Maschinen als auch in bestehende Produktionslinien. Dafür werden Bauraum, Produktführung, Steuerungsschnittstellen und Ausschleuskonzept geprüft.
Das Prüfergebnis wird an die Maschinensteuerung übergeben. Fehlerhafte Produkte können anschließend über ein abgestimmtes Ausschleusesystem gezielt aus dem Prozess entfernt werden.
Das System kann mit Funktionen wie Benutzer- und Rechteverwaltung, Audit Trail, Rezeptverwaltung und Speicherung relevanter Prüf- und Ereignisdaten ausgestattet werden. Die konkrete Konfiguration richtet sich nach den regulatorischen und betrieblichen Anforderungen des Anwenders.
Sie möchten Etiketten, Druckbilder, variable Texte oder Codes automatisiert prüfen?
OCTUM analysiert Ihre Prüfaufgabe und entwickelt ein passendes Inspektionssystem für Ihre Etikettiermaschine, Verpackungsanlage oder Produktionslinie.
Senden Sie uns Informationen zu Ihren Etiketten, Druckinhalten, Fehlermerkmalen, Formaten und Maschinengeschwindigkeiten. Idealerweise stellen Sie zusätzlich Gutteile, typische Schlechtteile, Grenzmuster und reale Druckbeispiele für erste Versuche zur Verfügung.