CV-Inspect ist die modulare Systemsoftware von OCTUM für PC-basierte Bildverarbeitungssysteme in der industriellen Serienfertigung. Die Software unterstützt Prüfaufgaben von der Montage- und Vollständigkeitskontrolle über geometrische Messungen bis zur Oberflächen-, Kennzeichnungs- und Codeprüfung.
Prüfprogramme werden nicht für jede Anwendung vollständig neu programmiert. Stattdessen werden Funktionen, Prüfmodule und Abläufe über eine parametrierbare Systemarchitektur zu einer kundenspezifischen Prüflösung kombiniert.
Dadurch lassen sich einfache und komplexe Bildverarbeitungsaufgaben strukturiert umsetzen, an unterschiedliche Produktvarianten anpassen und bei zukünftigen Anforderungen erweitern.
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Industrielle Prüfaufgaben unterscheiden sich erheblich. Produkte, Oberflächen, Varianten, Toleranzen und Produktionsbedingungen erfordern jeweils eine eigene technische Auslegung.
Trotzdem muss nicht jede Anwendung vollständig neu entwickelt werden.
CV-Inspect basiert auf wiederverwendbaren Softwaremodulen, Kontrollelementen und Prüfsequenzen. Die erforderlichen Funktionen werden passend zur jeweiligen Aufgabe zusammengestellt und parametriert.
Das bietet Vorteile bei:
Die modulare Struktur verbindet die Flexibilität einer kundenspezifischen Lösung mit den Vorteilen einer erprobten Systemsoftware.
CV-Inspect unterstützt Anwendungen zum Messen, Prüfen, Erkennen und Identifizieren. Unterschiedliche Prüfverfahren können innerhalb einer Station miteinander kombiniert werden.
Die Software kann mit bis zu zehn stationären oder robotergeführten Kameras betrieben werden. Kamera- und Prüfabläufe lassen sich je nach Anlagenkonzept synchron oder asynchron organisieren.
Prüffunktionen werden aus einzelnen Modulen und Kontrollelementen aufgebaut. Zusätzliche Funktionen oder Prüfsequenzen können projektspezifisch ergänzt werden.
Einzelergebnisse lassen sich zu einem Gesamtresultat zusammenführen und über digitale Signale, Feldbus oder Industrial Ethernet an die Anlage übergeben.
Messwerte, Statistiken sowie OK- und NOK-Bilder können gespeichert und für Auswertung, Fehlersuche und Simulation genutzt werden.
CV-Inspect ist optional mit Funktionen für Anwendungen gemäß 21 CFR Part 11, wie einem Benutzermanagement mit feingranularen Rechteverwaltung und freiparametrierbaren Passwortregeln entsprechend dem aktuellen Stand der IT-Sicherheit, sowie mit einer Anbindung an die kundenseitige Domain-Infrastruktur verfügbar.
Die Funktionen basieren unter anderem auf Cognex VisionPro und von OCTUM entwickelten Algorithmen. Je nach Prüfaufgabe werden die erforderlichen Module zu einer vollständigen Prüfabfolge zusammengestellt.
Typische Funktionsbereiche sind:
Bewährte Funktionen können in unterschiedlichen Stationen und Projekten wiederverwendet werden.
Das reduziert den Entwicklungsaufwand und sorgt dafür, dass erprobte Prüfverfahren nicht bei jeder neuen Anwendung erneut aufgebaut werden müssen.
CV-Inspect unterstützt deshalb den Betrieb von bis zu zehn Kameras innerhalb eines Prüfsystems. Die Kameras können stationär montiert oder an einem Roboter beziehungsweise Handlingsystem geführt werden.
Mögliche Anlagenkonzepte sind:
Die Abläufe können abhängig von Produkt und Maschine synchron oder asynchron ausgeführt werden. Dadurch lässt sich die Systemarchitektur an Taktzeit, Handling und Prüfsequenz anpassen.
Bei großen Bauteilen, komplexen Geometrien oder zahlreichen Prüfstellen kann die Kamera deshalb durch einen Roboter oder ein Achssystem an unterschiedliche Positionen geführt werden.
CV-Inspect kann solche Prüfabläufe softwareseitig abbilden.
Typische Anwendungen sind:
Die Software verbindet dabei Bildaufnahme, Kameraposition, Prüfsequenz und Ergebnislogik zu einem strukturierten Ablauf.
Bauteile liegen oder stehen im Produktionsprozess nicht immer exakt an derselben Position. Bereits geringe Verschiebungen oder Drehungen können die nachfolgenden Prüfungen beeinflussen.
CV-Inspect unterstützt deshalb eine mehrstufige Lagekorrektur mit konsistenter Koordinatentransformation.
Dabei wird zunächst die tatsächliche Position des Produktes oder eines Referenzmerkmals ermittelt. Die nachfolgenden Prüfbereiche werden anschließend automatisch an diese Lage angepasst.
Das ist beispielsweise relevant bei:
Durch die durchgängige Koordinatentransformation bleiben Prüf- und Messbereiche auch bei Positionsabweichungen korrekt auf das Produkt ausgerichtet.
CV-Inspect unterstützt unterschiedliche Industriekameras und ermöglicht eine Kalibrierung auf Pixel- oder metrischer Ebene.
Diese Form eignet sich für Prüfungen, bei denen Merkmale relativ innerhalb des Kamerabildes bewertet werden.
Typische Anwendungen sind:
Für geometrische Messungen werden Pixelwerte in reale Maßeinheiten umgerechnet.
Dadurch können beispielsweise gemessen werden:
Kamera, Optik, Beleuchtung und Kalibrierverfahren werden dabei auf Messbereich, erforderliche Genauigkeit und Einbausituation abgestimmt.
Darstellbar sind beispielsweise:
Eine Produktionsansicht kann bewusst auf die wesentlichen Informationen reduziert werden. Für Qualitätssicherung, Inbetriebnahme oder Service können detailliertere Ansichten bereitgestellt werden.
Damit erhält jede Nutzergruppe die Informationen, die sie für ihre Aufgabe benötigt.
Beispielsweise kann eine Montageprüfung gleichzeitig kontrollieren:
CV-Inspect verknüpft die Ergebnisse dieser einzelnen Prüfungen zu einem Gesamtresultat für die jeweilige Station.
Dabei lassen sich projektspezifische Regeln definieren:
So entsteht aus einzelnen Bildverarbeitungsfunktionen eine nachvollziehbare Entscheidung für den Produktionsprozess.
CV-Inspect ermöglicht, Parameter und Toleranzwerte über Schnittstellen an die Software zu übertragen. Dadurch kann die Produktionsanlage abhängig von Format, Produktvariante oder Auftrag die erforderlichen Sollwerte bereitstellen.
Dynamisch übertragbare Werte können beispielsweise sein:
Das erleichtert Variantenwechsel und unterstützt die Integration in automatisierte Produktions- und Rezepturkonzepte.
CV-Inspect unterstützt die Anbindung über:
Übertragen werden können unter anderem:
OCTUM betrachtet dabei nicht nur Software und Bildauswertung, sondern auch Kamera, Beleuchtung, Trigger, Taktzeit, Schnittstellen, Datenfluss und Bedienkonzept. Dieses Zusammenspiel ist auch auf der aktuellen OCTUM-Seite zur Systemintegration ein zentraler Bestandteil der Lösungsentwicklung.
CV-Inspect kann Mess- und Ergebnisdaten in einer integrierten SQL-Datenbank speichern.
Dadurch lassen sich Prüfdaten nicht nur für die unmittelbare Gut-/Schlecht-Entscheidung verwenden, sondern auch für weiterführende Auswertungen.
Mögliche Anwendungen sind:
Welche Daten gespeichert werden, richtet sich nach Anwendung, benötigter Aufbewahrungsdauer und kundenseitigem Datenkonzept.
Prüfbilder unterstützen Qualitätssicherung, Prozessanalyse und Service.
CV-Inspect verfügt über einen Bildpuffer mit getrennten Bereichen für OK- und NOK-Aufnahmen.
Dadurch können beispielsweise:
Speicherkriterien und Umfang der Bildablage werden abhängig von Anwendung, Bildgröße, Taktzeit und verfügbarer Speicherkapazität festgelegt.
Änderungen an einem Prüfprogramm sollten nach Möglichkeit bewertet werden, bevor sie in der laufenden Produktion eingesetzt werden.
CV-Inspect ermöglicht die Simulation von Prüfabläufen mit gespeicherten Kameraaufnahmen.
Das unterstützt beispielsweise:
Da die Auswertung mit vorhandenen Bildern erfolgen kann, muss nicht für jede Anpassung ein Produkt in der Maschine bereitgestellt werden.
CV-Inspect führt eine Log-Datei für relevante Systemereignisse.
Abhängig von der Systemkonfiguration können darin beispielsweise dokumentiert werden:
Diese Informationen unterstützen Diagnose, Service und die technische Nachvollziehbarkeit des Anlagenbetriebs.
Unterschiedliche Nutzergruppen benötigen unterschiedliche Zugriffsrechte.
CV-Inspect bietet eine mehrstufige Benutzerverwaltung. Dadurch lässt sich festlegen, wer:
Typische Benutzerrollen sind:
Ein klar definiertes Rechtekonzept schützt die Anwendung vor unbeabsichtigten Änderungen und unterstützt einen stabilen Produktionsbetrieb.
Für Pharma- und Medizintechnikanwendungen steht CV-Inspect optional mit Funktionen für 21 CFR Part 11 zur Verfügung.
Je nach Systemausführung können unter anderem berücksichtigt werden:
Die konkrete regulatorische Auslegung hängt von Prüfaufgabe, Systemkonfiguration, User Requirement Specification und kundenseitigem Validierungskonzept ab.
Die OCTUM-Website weist bei regulierten AOI-Systemen ebenfalls darauf hin, dass Benutzerverwaltung, Audit Trail, Rückverfolgbarkeit, Dokumentation und validierbare Systemkonzepte projektspezifisch berücksichtigt werden müssen.
CV-Inspect kontrolliert, ob Bauteile vollständig und korrekt montiert wurden.
Typische Merkmale sind:
Die Software ermöglicht die kamerabasierte Messung definierter Bauteilmerkmale.
Beispiele:
Produkte und Bauteile können auf sichtbare Oberflächenabweichungen geprüft werden.
Dazu gehören beispielsweise:
CV-Inspect kann Kennzeichnungen auf Anwesenheit, Position, Vollständigkeit und Lesbarkeit prüfen.
Mögliche Anwendungen sind:
Je nach Kamera- und Systemkonfiguration können unterschiedliche maschinenlesbare Codes erfasst und ausgewertet werden.
Dazu gehören:
OCTUM entwickelt daraus gemeinsam mit den erforderlichen Hardware- und Integrationskomponenten ein vollständiges Bildverarbeitungssystem.
Zum Projektumfang können gehören:
Die aktuelle OCTUM-Kompetenzseite beschreibt diesen Ansatz als Verbindung von Kamera, Optik, Beleuchtung, Software, Schnittstellen und Maschinenintegration zu einer belastbaren Gesamtlösung.
CV-Inspect ist eine von OCTUM entwickelte, modulare Systemsoftware für industrielle Bildverarbeitung. Sie wird für Montage-, Maß-, Oberflächen-, Kennzeichnungs- und Codeprüfungen in automatisierten Produktionsanlagen eingesetzt.
CV-Inspect basiert auf einem parametrierbaren Baukastensystem. Vorhandene Module und Kontrollelemente werden zu projektspezifischen Prüfabläufen kombiniert. Kundenspezifische Erweiterungen können bei Bedarf ergänzt werden.
CV-Inspect unterstützt bis zu zehn stationäre oder robotergeführte Kameras. Diese können abhängig von der Anwendung synchron oder asynchron betrieben werden.
Die Softwarefunktionen basieren unter anderem auf Cognex VisionPro, CV-Inspect unterstützt jedoch verschiedene Industriekameras. Die konkrete Kompatibilität wird anhand des Kameramodells und der Systemarchitektur geprüft.
Ja. Mit entsprechender Kalibrierung können geometrische Merkmale auf metrischer Ebene ausgewertet werden, beispielsweise Abstände, Winkel, Durchmesser, Positionen oder Spaltmaße.
Ja. Die Software unterstützt auch robotergeführte Kameras und kann unterschiedliche Aufnahme- und Prüfpositionen innerhalb einer Prüfsequenz verwalten.
Ja. CV-Inspect verfügt über getrennte Bildpuffer für OK- und NOK-Bilder. Gespeicherte Aufnahmen können auch für Simulation und Optimierung von Prüfprogrammen genutzt werden.
Ja. Eine integrierte SQL-Datenbank ermöglicht die Speicherung von Messwerten, statistische Auswertungen und den Export von Daten.
CV-Inspect ist optional mit Funktionen für Anwendungen gemäß 21 CFR Part 11 sowie mit Domain-Anbindung verfügbar. Die konkrete regulatorische Konfiguration und Validierungsstrategie werden projektspezifisch festgelegt.
Ja. Eine Nachrüstung ist grundsätzlich möglich. Dafür werden Einbauraum, Kamera- und Beleuchtungskonzept, Taktzeit, Schnittstellen, vorhandene Steuerung und Bedienkonzept bewertet.
Sie benötigen eine PC-basierte Bildverarbeitungslösung für mehrere Kameras, geometrische Messungen, Montageprüfungen oder anspruchsvolle Oberflächenkontrollen?
Wir prüfen, wie sich Ihre Anwendung mit CV-Inspect technisch und wirtschaftlich sinnvoll umsetzen lässt.