CV-Inspect – parametrierbare Software für industrielle Bildverarbeitung

Modulare Systemsoftware für anspruchsvolle Prüfaufgaben mit bis zu zehn stationären oder robotergeführten Kameras

CV-Inspect ist die modulare Systemsoftware von OCTUM für PC-basierte Bildverarbeitungssysteme in der industriellen Serienfertigung. Die Software unterstützt Prüfaufgaben von der Montage- und Vollständigkeitskontrolle über geometrische Messungen bis zur Oberflächen-, Kennzeichnungs- und Codeprüfung.

Prüfprogramme werden nicht für jede Anwendung vollständig neu programmiert. Stattdessen werden Funktionen, Prüfmodule und Abläufe über eine parametrierbare Systemarchitektur zu einer kundenspezifischen Prüflösung kombiniert.

Dadurch lassen sich einfache und komplexe Bildverarbeitungsaufgaben strukturiert umsetzen, an unterschiedliche Produktvarianten anpassen und bei zukünftigen Anforderungen erweitern.

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Parametrieren statt individuell programmieren

 

Industrielle Prüfaufgaben unterscheiden sich erheblich. Produkte, Oberflächen, Varianten, Toleranzen und Produktionsbedingungen erfordern jeweils eine eigene technische Auslegung.

Trotzdem muss nicht jede Anwendung vollständig neu entwickelt werden.

CV-Inspect basiert auf wiederverwendbaren Softwaremodulen, Kontrollelementen und Prüfsequenzen. Die erforderlichen Funktionen werden passend zur jeweiligen Aufgabe zusammengestellt und parametriert.

Das bietet Vorteile bei:

  • Projektierung und Inbetriebnahme
  • Anpassung von Toleranzen und Prüfmerkmalen
  • Einrichtung zusätzlicher Produktvarianten
  • Erweiterung bestehender Prüfstationen
  • Wartung und Diagnose
  • Wiederverwendung bewährter Funktionen


Die modulare Struktur verbindet die Flexibilität einer kundenspezifischen Lösung mit den Vorteilen einer erprobten Systemsoftware.

Ihre Vorteile mit CV-Inspect


Breites Spektrum industrieller Prüfaufgaben

CV-Inspect unterstützt Anwendungen zum Messen, Prüfen, Erkennen und Identifizieren. Unterschiedliche Prüfverfahren können innerhalb einer Station miteinander kombiniert werden.

Skalierbar von der Einzelstation bis zur komplexen Anlage

Die Software kann mit bis zu zehn stationären oder robotergeführten Kameras betrieben werden. Kamera- und Prüfabläufe lassen sich je nach Anlagenkonzept synchron oder asynchron organisieren.

Modular und erweiterbar

Prüffunktionen werden aus einzelnen Modulen und Kontrollelementen aufgebaut. Zusätzliche Funktionen oder Prüfsequenzen können projektspezifisch ergänzt werden.

Durchgängige Prozessanbindung

Einzelergebnisse lassen sich zu einem Gesamtresultat zusammenführen und über digitale Signale, Feldbus oder Industrial Ethernet an die Anlage übergeben.

Daten und Bilder für Analyse und Dokumentation

Messwerte, Statistiken sowie OK- und NOK-Bilder können gespeichert und für Auswertung, Fehlersuche und Simulation genutzt werden.

Für regulierte Produktionsumgebungen verfügbar

CV-Inspect ist optional mit Funktionen für Anwendungen gemäß 21 CFR Part 11, wie einem Benutzermanagement mit feingranularen Rechteverwaltung und freiparametrierbaren Passwortregeln entsprechend dem aktuellen Stand der IT-Sicherheit, sowie mit einer Anbindung an die kundenseitige Domain-Infrastruktur verfügbar.

Modulare Softwarearchitektur im Baukastenprinzip

CV-Inspect stellt elementare und komplexere Bildverarbeitungsfunktionen als kombinierbare Softwarebausteine bereit.

 

Die Funktionen basieren unter anderem auf Cognex VisionPro und von OCTUM entwickelten Algorithmen. Je nach Prüfaufgabe werden die erforderlichen Module zu einer vollständigen Prüfabfolge zusammengestellt.

Typische Funktionsbereiche sind:

  • Bildaufnahme
  • Ablaufsteuerung
  • Bildvorverarbeitung
  • Filterung
  • Geometrie und Vermessung
  • Kontur- und Positionsprüfung
  • Merkmalsanalyse
  • Verarbeitung mehrerer Bilder
  • Ergebnisbewertung
  • Daten- und Bildspeicherung
  • Anlagenkommunikation


Bewährte Funktionen können in unterschiedlichen Stationen und Projekten wiederverwendet werden.

Das reduziert den Entwicklungsaufwand und sorgt dafür, dass erprobte Prüfverfahren nicht bei jeder neuen Anwendung erneut aufgebaut werden müssen.

Bis zu zehn Kameras synchron oder asynchron betreiben

Komplexe Produkte lassen sich häufig nicht aus nur einer Perspektive zuverlässig kontrollieren.

 

CV-Inspect unterstützt deshalb den Betrieb von bis zu zehn Kameras innerhalb eines Prüfsystems. Die Kameras können stationär montiert oder an einem Roboter beziehungsweise Handlingsystem geführt werden.

Mögliche Anlagenkonzepte sind:

  • mehrere Kameras für unterschiedliche Produktseiten
  • aufeinanderfolgende Prüfstationen
  • parallele Prüfungen an mehreren Positionen
  • robotergestützte Aufnahme unterschiedlicher Ansichten
  • Kombination aus Übersichts- und Detailprüfung
  • separate Kameras für Maß-, Oberflächen- und Codeprüfung


Die Abläufe können abhängig von Produkt und Maschine synchron oder asynchron ausgeführt werden. Dadurch lässt sich die Systemarchitektur an Taktzeit, Handling und Prüfsequenz anpassen.

Stationäre und robotergeführte Bildverarbeitung

Nicht jedes Produkt kann an einer fest definierten Position vollständig aufgenommen werden.

 

Bei großen Bauteilen, komplexen Geometrien oder zahlreichen Prüfstellen kann die Kamera deshalb durch einen Roboter oder ein Achssystem an unterschiedliche Positionen geführt werden.

CV-Inspect kann solche Prüfabläufe softwareseitig abbilden.

Typische Anwendungen sind:

  • Kontrolle mehrerer Montagepunkte
  • Prüfung schwer zugänglicher Bereiche
  • Vermessung räumlich verteilter Merkmale
  • Oberflächenkontrolle großer Bauteile
  • flexible Prüfung unterschiedlicher Produktvarianten
  • kombinierte Handhabungs- und Inspektionsprozesse


Die Software verbindet dabei Bildaufnahme, Kameraposition, Prüfsequenz und Ergebnislogik zu einem strukturierten Ablauf.

Robuste Lagekorrektur für reproduzierbare Prüfungen

 

Bauteile liegen oder stehen im Produktionsprozess nicht immer exakt an derselben Position. Bereits geringe Verschiebungen oder Drehungen können die nachfolgenden Prüfungen beeinflussen.

CV-Inspect unterstützt deshalb eine mehrstufige Lagekorrektur mit konsistenter Koordinatentransformation.

Dabei wird zunächst die tatsächliche Position des Produktes oder eines Referenzmerkmals ermittelt. Die nachfolgenden Prüfbereiche werden anschließend automatisch an diese Lage angepasst.

Das ist beispielsweise relevant bei:

  • frei zugeführten Bauteilen
  • schwankender Werkstückposition
  • unterschiedlichen Produktvarianten
  • robotergestützter Bildaufnahme
  • Messungen mit mehreren Bezugsebenen
  • Prüfungen zahlreicher Merkmale an einem Bauteil


Durch die durchgängige Koordinatentransformation bleiben Prüf- und Messbereiche auch bei Positionsabweichungen korrekt auf das Produkt ausgerichtet.

Bildaufnahme und Kamerakalibrierung

Eine zuverlässige Prüfung beginnt mit einer stabilen Bildaufnahme.

 

CV-Inspect unterstützt unterschiedliche Industriekameras und ermöglicht eine Kalibrierung auf Pixel- oder metrischer Ebene.

Kalibrierung auf Pixelebene

 

Diese Form eignet sich für Prüfungen, bei denen Merkmale relativ innerhalb des Kamerabildes bewertet werden.

Typische Anwendungen sind:

  • Anwesenheitskontrolle
  • Vollständigkeitsprüfung
  • Konturvergleich
  • Lage- und Positionskontrolle
  • Oberflächenprüfung

Metrische Kalibrierung

 

Für geometrische Messungen werden Pixelwerte in reale Maßeinheiten umgerechnet.

Dadurch können beispielsweise gemessen werden:

  • Abstände
  • Durchmesser
  • Winkel
  • Spaltmaße
  • Höhen- und Breitenmerkmale innerhalb der Bildebene
  • Positionen relativ zu definierten Bezugspunkten


Kamera, Optik, Beleuchtung und Kalibrierverfahren werden dabei auf Messbereich, erforderliche Genauigkeit und Einbausituation abgestimmt.

Bilder, Messwerte und Ergebnisse anwendungsspezifisch darstellen

Die Visualisierung von CV-Inspect kann passend zu Prüfaufgabe und Bedienkonzept gestaltet werden.

 

Darstellbar sind beispielsweise:

  • aktuelle Kamerabilder
  • markierte Prüfbereiche
  • gefundene Konturen und Positionen
  • Messlinien und Messpunkte
  • Gut-/Schlecht-Ergebnisse
  • Ergebnisse einzelner Prüfmerkmale
  • Grenz- und Toleranzwerte
  • Fehlertexte und Diagnoseinformationen
  • Statistik- und Prozesswerte


Eine Produktionsansicht kann bewusst auf die wesentlichen Informationen reduziert werden. Für Qualitätssicherung, Inbetriebnahme oder Service können detailliertere Ansichten bereitgestellt werden.

Damit erhält jede Nutzergruppe die Informationen, die sie für ihre Aufgabe benötigt.

Einzelergebnisse zu einer Gesamtentscheidung verbinden

Komplexe Produkte werden häufig anhand zahlreicher Einzelmerkmale bewertet.

Beispielsweise kann eine Montageprüfung gleichzeitig kontrollieren:

  • Anwesenheit eines Bauteils
  • korrekte Orientierung
  • Position und Sitz
  • definierte Abstände
  • Oberflächenbeschädigungen
  • Kennzeichnung oder Code


CV-Inspect verknüpft die Ergebnisse dieser einzelnen Prüfungen zu einem Gesamtresultat für die jeweilige Station.

Dabei lassen sich projektspezifische Regeln definieren:

  • Welche Merkmale sind verpflichtend?
  • Welche Abweichungen führen zu einem NOK-Ergebnis?
  • Gibt es Warn- oder Grenzbereiche?
  • Müssen mehrere Ergebnisse miteinander kombiniert werden?
  • Welche Information wird an die SPS (PROFINET und EtherNet/IP) übertragen?
  • Welche Bilder und Messwerte werden gespeichert?


So entsteht aus einzelnen Bildverarbeitungsfunktionen eine nachvollziehbare Entscheidung für den Produktionsprozess.

Parameter und Toleranzen dynamisch übernehmen

Prüfparameter müssen nicht ausschließlich fest im Prüfprogramm hinterlegt sein.

 

CV-Inspect ermöglicht, Parameter und Toleranzwerte über Schnittstellen an die Software zu übertragen. Dadurch kann die Produktionsanlage abhängig von Format, Produktvariante oder Auftrag die erforderlichen Sollwerte bereitstellen.

Dynamisch übertragbare Werte können beispielsweise sein:

  • zulässige Maßtoleranzen
  • Referenzpositionen
  • Produkt- oder Formatnummern
  • erwartete Codes
  • Rezepturinformationen
  • Schwellwerte
  • aktivierte Prüfmerkmale


Das erleichtert Variantenwechsel und unterstützt die Integration in automatisierte Produktions- und Rezepturkonzepte.

Integration in Maschine und Produktionslinie

Ein Bildverarbeitungssystem muss nicht nur richtig prüfen. Es muss auch zuverlässig mit dem Produktionsprozess kommunizieren.

CV-Inspect unterstützt die Anbindung über:

  • digitale Ein- und Ausgänge
  • Feldbussysteme
  • Industrial Ethernet
  • projektspezifische Schnittstellen

Übertragen werden können unter anderem:

  • Trigger- und Startsignale
  • Prüfbereitschaft
  • Gut-/Schlecht-Ergebnisse
  • einzelne Fehlermerkmale
  • Messwerte
  • Format- und Produktinformationen
  • Status- und Diagnosemeldungen
  • Signale zur Ausschleusung

 

OCTUM betrachtet dabei nicht nur Software und Bildauswertung, sondern auch Kamera, Beleuchtung, Trigger, Taktzeit, Schnittstellen, Datenfluss und Bedienkonzept. Dieses Zusammenspiel ist auch auf der aktuellen OCTUM-Seite zur Systemintegration ein zentraler Bestandteil der Lösungsentwicklung.

Integrierte SQL-Datenbank für Messwerte und Statistiken


CV-Inspect kann Mess- und Ergebnisdaten in einer integrierten SQL-Datenbank speichern.

Dadurch lassen sich Prüfdaten nicht nur für die unmittelbare Gut-/Schlecht-Entscheidung verwenden, sondern auch für weiterführende Auswertungen.

Mögliche Anwendungen sind:

  • statistische Auswertung von Messwerten
  • Analyse von Fehlerschwerpunkten
  • Vergleich unterschiedlicher Produktionszeiträume
  • Erkennung schleichender Prozessveränderungen
  • Dokumentation von Prüfresultaten
  • Export für weitere Auswertungen


Welche Daten gespeichert werden, richtet sich nach Anwendung, benötigter Aufbewahrungsdauer und kundenseitigem Datenkonzept.

OK- und NOK-Bilder gezielt speichern


Prüfbilder unterstützen Qualitätssicherung, Prozessanalyse und Service.

CV-Inspect verfügt über einen Bildpuffer mit getrennten Bereichen für OK- und NOK-Aufnahmen.

Dadurch können beispielsweise:

  • zuletzt erkannte Fehlerbilder betrachtet werden
  • Gut- und Schlechtbilder getrennt analysiert werden
  • wiederkehrende Fehler verglichen werden
  • Produktionsabweichungen dokumentiert werden
  • Prüfprogramme mit realen Aufnahmen optimiert werden


Speicherkriterien und Umfang der Bildablage werden abhängig von Anwendung, Bildgröße, Taktzeit und verfügbarer Speicherkapazität festgelegt.

Prüfprogramme mit gespeicherten Bildern simulieren


Änderungen an einem Prüfprogramm sollten nach Möglichkeit bewertet werden, bevor sie in der laufenden Produktion eingesetzt werden.

CV-Inspect ermöglicht die Simulation von Prüfabläufen mit gespeicherten Kameraaufnahmen.

Das unterstützt beispielsweise:

  • Optimierung von Toleranzen
  • Anpassung an neue Fehlerbilder
  • Einrichtung zusätzlicher Varianten
  • Überprüfung geänderter Prüfparameter
  • reproduzierbare Fehlersuche
  • Schulung und Einweisung
  • Vorbereitung von Serviceeinsätzen


Da die Auswertung mit vorhandenen Bildern erfolgen kann, muss nicht für jede Anpassung ein Produkt in der Maschine bereitgestellt werden.

Systemereignisse und Änderungen nachvollziehen


CV-Inspect führt eine Log-Datei für relevante Systemereignisse.

Abhängig von der Systemkonfiguration können darin beispielsweise dokumentiert werden:

  • Start und Beendigung der Software
  • System- und Kommunikationsmeldungen
  • Fehlerzustände
  • Benutzeraktionen
  • Änderungen an Parametern
  • Wechsel von Prüfprogrammen oder Formaten


Diese Informationen unterstützen Diagnose, Service und die technische Nachvollziehbarkeit des Anlagenbetriebs.

Benutzerverwaltung und kontrollierter Zugriff


Unterschiedliche Nutzergruppen benötigen unterschiedliche Zugriffsrechte.

CV-Inspect bietet eine mehrstufige Benutzerverwaltung. Dadurch lässt sich festlegen, wer:

  • Prüfergebnisse ansehen darf
  • Formate oder Programme auswählen darf
  • Toleranzen verändern darf
  • Prüfprogramme bearbeiten darf
  • System- und Servicefunktionen verwenden darf
  • Benutzer oder Berechtigungen verwalten darf


Typische Benutzerrollen sind:

  • Bedienpersonal
  • Schichtleitung
  • Qualitätssicherung
  • Einrichter
  • Service
  • Engineering
  • Administration


Ein klar definiertes Rechtekonzept schützt die Anwendung vor unbeabsichtigten Änderungen und unterstützt einen stabilen Produktionsbetrieb.

CV-Inspect für regulierte Produktionsumgebungen


Für Pharma- und Medizintechnikanwendungen steht CV-Inspect optional mit Funktionen für 21 CFR Part 11 zur Verfügung.

Je nach Systemausführung können unter anderem berücksichtigt werden:

  • mehrstufige Benutzerverwaltung
  • rollenbasierte Zugriffsrechte
  • kontrollierte Benutzeranmeldung
  • Dokumentation relevanter Änderungen
  • System- und Ereignisprotokollierung
  • Schutz von Prüfparametern
  • Anbindung an die kundenseitige Domain
  • strukturierte Speicherung von Mess- und Prüfdaten


Die konkrete regulatorische Auslegung hängt von Prüfaufgabe, Systemkonfiguration, User Requirement Specification und kundenseitigem Validierungskonzept ab.

Die OCTUM-Website weist bei regulierten AOI-Systemen ebenfalls darauf hin, dass Benutzerverwaltung, Audit Trail, Rückverfolgbarkeit, Dokumentation und validierbare Systemkonzepte projektspezifisch berücksichtigt werden müssen.

Typische Prüfaufgaben mit CV-Inspect

Montage- und Vollständigkeitsprüfung


CV-Inspect kontrolliert, ob Bauteile vollständig und korrekt montiert wurden.

Typische Merkmale sind:

  • Anwesenheit von Komponenten
  • korrekte Orientierung
  • Position und Lage
  • richtiger Sitz
  • Vollständigkeit einer Baugruppe
  • Montageabstände und Spaltmaße

Geometrische Vermessung

Die Software ermöglicht die kamerabasierte Messung definierter Bauteilmerkmale.

Beispiele:

  • Durchmesser
  • Abstände
  • Winkel
  • Positionen
  • Konturen
  • Spaltmaße
  • relative Lage mehrerer Merkmale

Oberflächeninspektion und Fehlerdetektion

Produkte und Bauteile können auf sichtbare Oberflächenabweichungen geprüft werden.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Kratzer
  • Flecken
  • Verunreinigungen
  • Materialfehler
  • Beschädigungen
  • Ausbrüche
  • unregelmäßige Konturen

Gravur- und Kennzeichnungsprüfung


CV-Inspect kann Kennzeichnungen auf Anwesenheit, Position, Vollständigkeit und Lesbarkeit prüfen.

Mögliche Anwendungen sind:

  • Gravuren
  • Prägungen
  • Klarschrift
  • Seriennummern
  • Typenbezeichnungen
  • Chargenangaben

Codeprüfung und Identifikation

 

Je nach Kamera- und Systemkonfiguration können unterschiedliche maschinenlesbare Codes erfasst und ausgewertet werden.

Dazu gehören:

  • Barcodes
  • Data-Matrix-Codes
  • QR-Codes
  • direkt markierte Codes
  • produkt- und chargenbezogene Identifikationsmerkmale

Branchen für CV-Inspect

CV-Inspect ist für industrielle Prüfaufgaben in unterschiedlichen Branchen einsetzbar:

 

  • Pharmaindustrie
  • Medizintechnik
  • Kosmetik
  • Verpackungsindustrie
  • Automotive
  • Kunststoffverarbeitung
  • Metall
  • Lebensmittelindustrie

Technische Übersicht

 

  • Modulare Systemsoftware für industrielle Bildverarbeitung
  • Parametrierung statt vollständiger Individualprogrammierung
  • Bis zu zehn stationäre oder robotergeführte Kameras
  • Synchrone und asynchrone Prüfabläufe
  • Funktionen auf Basis von Cognex VisionPro und OCTUM-Algorithmen
  • Wiederverwendbare Module und Prüfsequenzen
  • Mehrstufige Lagekorrektur
  • Konsistente Koordinatentransformation
  • Kalibrierung auf Pixel- oder metrischer Ebene
  • Bildanalyse, Filter, Geometrie und Mehrbildverarbeitung
  • Frei gestaltbare Darstellung von Bildern, Messwerten und Ergebnissen
  • Verknüpfung von Einzelergebnissen zu einem Stationsresultat
  • Dynamische Übergabe von Parametern und Toleranzen
  • Digitale IO, Feldbus und Industrial Ethernet
  • Integrierte SQL-Datenbank
  • Statistik- und Datenexport
  • Getrennte Pufferung von OK- und NOK-Bildern
  • Simulation mit gespeicherten Aufnahmen
  • Log-Datei für Systemereignisse
  • Mehrstufige Benutzerverwaltung
  • Optional mit Funktionen für 21 CFR Part 11
  • Optional mit Domain-Anbindung

CV-Inspect als Teil einer vollständigen OCTUM-Prüflösung

CV-Inspect ist kein isoliertes Softwareprodukt.

 

OCTUM entwickelt daraus gemeinsam mit den erforderlichen Hardware- und Integrationskomponenten ein vollständiges Bildverarbeitungssystem.

Zum Projektumfang können gehören:

  • Analyse der Prüfaufgabe
  • Machbarkeitsstudie
  • Auswahl von Kamera und Sensorik
  • Optik- und Beleuchtungskonzept
  • Rechner- und Netzwerkarchitektur
  • Konfiguration von CV-Inspect
  • Entwicklung der Prüfprogramme
  • Roboter- oder Handlingintegration
  • SPS- und Prozessanbindung
  • Benutzer- und Bedienkonzept
  • Daten- und Bildspeicherung
  • Inbetriebnahme
  • Schulung
  • Service und Weiterentwicklung


Die aktuelle OCTUM-Kompetenzseite beschreibt diesen Ansatz als Verbindung von Kamera, Optik, Beleuchtung, Software, Schnittstellen und Maschinenintegration zu einer belastbaren Gesamtlösung.

Häufige Fragen

Was ist CV-Inspect?

CV-Inspect ist eine von OCTUM entwickelte, modulare Systemsoftware für industrielle Bildverarbeitung. Sie wird für Montage-, Maß-, Oberflächen-, Kennzeichnungs- und Codeprüfungen in automatisierten Produktionsanlagen eingesetzt.

Müssen Prüfprogramme in CV-Inspect programmiert werden?

CV-Inspect basiert auf einem parametrierbaren Baukastensystem. Vorhandene Module und Kontrollelemente werden zu projektspezifischen Prüfabläufen kombiniert. Kundenspezifische Erweiterungen können bei Bedarf ergänzt werden.

Wie viele Kameras unterstützt CV-Inspect?

CV-Inspect unterstützt bis zu zehn stationäre oder robotergeführte Kameras. Diese können abhängig von der Anwendung synchron oder asynchron betrieben werden.

Ist CV-Inspect nur für Cognex-Kameras geeignet?

Die Softwarefunktionen basieren unter anderem auf Cognex VisionPro, CV-Inspect unterstützt jedoch verschiedene Industriekameras. Die konkrete Kompatibilität wird anhand des Kameramodells und der Systemarchitektur geprüft.

Können mit CV-Inspect Bauteile vermessen werden?

Ja. Mit entsprechender Kalibrierung können geometrische Merkmale auf metrischer Ebene ausgewertet werden, beispielsweise Abstände, Winkel, Durchmesser, Positionen oder Spaltmaße.

Kann CV-Inspect mit Robotern kombiniert werden?

Ja. Die Software unterstützt auch robotergeführte Kameras und kann unterschiedliche Aufnahme- und Prüfpositionen innerhalb einer Prüfsequenz verwalten.

Können Prüfbilder gespeichert werden?

Ja. CV-Inspect verfügt über getrennte Bildpuffer für OK- und NOK-Bilder. Gespeicherte Aufnahmen können auch für Simulation und Optimierung von Prüfprogrammen genutzt werden.

Können Messdaten statistisch ausgewertet werden?

Ja. Eine integrierte SQL-Datenbank ermöglicht die Speicherung von Messwerten, statistische Auswertungen und den Export von Daten.

Ist CV-Inspect für Pharma und Medizintechnik geeignet?

CV-Inspect ist optional mit Funktionen für Anwendungen gemäß 21 CFR Part 11 sowie mit Domain-Anbindung verfügbar. Die konkrete regulatorische Konfiguration und Validierungsstrategie werden projektspezifisch festgelegt.

Kann CV-Inspect in bestehende Anlagen integriert werden?

Ja. Eine Nachrüstung ist grundsätzlich möglich. Dafür werden Einbauraum, Kamera- und Beleuchtungskonzept, Taktzeit, Schnittstellen, vorhandene Steuerung und Bedienkonzept bewertet.

Komplexe Prüfaufgabe. Modular aufgebaute Lösung.

Sie benötigen eine PC-basierte Bildverarbeitungslösung für mehrere Kameras, geometrische Messungen, Montageprüfungen oder anspruchsvolle Oberflächenkontrollen?

Wir prüfen, wie sich Ihre Anwendung mit CV-Inspect technisch und wirtschaftlich sinnvoll umsetzen lässt.

OCTUM GmbH

Renntalstraße 16
74360 Ilsfeld, Germany

Tel: +49 7062 91494-0
E-Mail: info@octum.de

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